Catalunya

Seit meinem letzten Eintrag ist schon wieder ein ganzes Weilchen vergangen.

Der Grund dafür ist einfach erklärbar:

Seit ich wieder mehr arbeite, verwende ich weniger Zeit dazu übers Klettern zu schreiben oder auf Social Media zu posten, um noch genug Zeit zum Klettern zu haben ;-).

Dennoch habe ich mir vorgenommen, in regelmäßigen Abständen meine Website zu aktualisieren, da es zum Glück immer aktuelle, coole Fotos von mir und unseren Reisen gibt.

Aber alles der Reihe nach!

Im Jänner sind Hannes und ich für eine Woche nach Oliana gefahren um dem österreichischen Winter zu entfliehen. Nachdem wir in diesem Gebiet schon sehr viel Zeit verbracht haben, einigten wir uns darauf „nur“ eine Woche vorbeizuschauen und auf den nächsten Reisen wieder neue Gebiete kennenzulernen. Dieses Mal hatte ich auch nicht vor, mir ein hartes Projekt zu suchen und so konnte ich es richtig genießen den 8a Klassiker „Mishi“ zu punkten. Im Anschluss fuhren wir weiter nach Margalef um dort unsere spanischen Freunde Andrea Cartas und Carlos Padilla aus Madrid zu treffen. Die beiden erwarteten uns schon und gemeinsam mit ihnen versuchte ich eine wunderschöne 8b namens „Freestyler“ im Sektor Purgatori. Die Route ist für Margalef eher untypisch. Nicht nur, dass sie streckenweise entlang an Sintersäulen verläuft, weist sie zudem auch noch einige extrem weite, pressige Züge auf. Lediglich die erste Hälfte der Tour ist, wie in Margalef üblich, vorwiegend Lochkletterei. Die Schlüsselsequenzen sind ein dynamischer Zug aus einem Einfingerloch heraus und ein Boulder in der Mitte der Route an kleinen Leisten. Drei Tage reichten mir um die Tour gut auszuchecken. Vor allem auch weil mich Andrea und Carlos mit wertvollen und zeitsparenden Tipps versorgten. Für den Durchstieg war die Zeit doch zu knapp aber bei der Abreise war ich entschlossen wiederzukommen. Die Tour ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf.

Vorher stand wieder die Arbeit im Vordergrund und wir fuhren auf die Ispo, (Wintersportmesse in München), um dort Kunden zu betreuen und meine Sponsoren zu treffen.

Der März war deshalb wieder mit viel Arbeit gefüllt. Mit Arbeit, die mir großen Spaß macht und die mir sehr viel Freude bereitet. (die Abwechslung zwischen sportlicher und beruflicher Herausforderung gefällt mir richtig gut).

Im April war es schließlich wieder soweit. Drei herrliche Wochen Urlaub in Spanien standen auf dem Programm und da viele Sintergebiete nass waren, fuhren wir wieder nach Margalef. Leider wurde mein Projekt „Freestyler“ nach nur zwei Tagen des Probierens nass und es regnete fast eine ganze Woche ohne Unterlass.

Da Hannes und ich erholungsbedürftig vom stressigen März waren, störte uns das nicht allzu sehr. Spanien ist inzwischen beinahe zu unserer zweiten Heimat geworden und wir haben dort mittlerweile einen großen Freundeskreis gewonnen.

Schließlich reisten uns unsere guten Freunde Michi und Stefan Millonig-Mehlführer aus Wien nach und brachten positive Vibes und schönes Wetter mit.

Die letzten zehn Tage unseres Spanienaufenthaltes gab es zum Glück doch ganz passable Bedingungen. Da „mein“ Freestyler noch einige Tage zum Auftrocknen brauchte, besuchten wir in der Zwischenzeit andere Sektoren und im Sektor Tenebres konnte ich die wirklich lässige und steile 8a „Pativa Satatica“ durchsteigen.

Endlich war der „Freestyler“ trocken und auch die Zeit reichte dieses Mal aus, um meine erste 8b im heurigen Jahr zu punkten.

(Hoffentlich folgen noch ein paar weitere;-).

Das Wichtigste aber ist es immer noch die Zeit beim Klettern zu genießen. In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen schönen Frühling!